Zur Energiearmut vulnerabler Gruppen in der Stadt

Übung zur Stadtgeographie und Raumordnung: (Wintersemester 2025)

Das aktuell gesellschaftspolitisch debattierte Thema der Energiearmut vulnerabler Gruppen stellte das leitende Forschungsinteresse der Lehrveranstaltung Übung zur Stadtgeographie und Raumordnung im Wintersemester 2025 dar. Unter der Leitung der Senior Lecturer Yvonne Franz und Gudrun Haindlmaier, unterstützt von Michael Kloiber, setzten sich die Studierenden mit den sozial-räumlichen und politischen Dimensionen von Energiearmut in Wien auseinander. Ein besonderer Fokus der eigenständig durchgeführten Forschungsprojekte lag auf den Wahrnehmungen der Wiener Bevölkerung hinsichtlich der Veränderungen der Energiekosten in den vergangenen Jahren. Dabei wurde untersucht, wie steigende Energiepreise den Alltag, den Energiekonsum und das Wohnverhalten beeinflussen.

Ergänzende Perspektiven lieferten die Umsetzungsmöglichkeiten des Wiener Wärmeplans 2040 sowie die Governance-Strukturen im Energiesektor. Dazu führten die Studierenden Expert*innen- Interviews aus Verwaltung und Praxis durch und näherten sich dem Thema der Energiearmut auf explorative Weise an. In Form von Haushaltsvergleichen sowie entlang unterschiedlicher Wohnsegmente wurden strukturelle Unterschiede in der Stadt aufgezeigt. Dabei wurde deutlich, wie institutionelle Rahmenbedingungen, bauliche Strukturen sowie sozioökonomische Faktoren das Energieverhalten energiearmutsbetroffener Haushalte prägen.

© Y. Franz, 2026
© Y. Franz, 2026
© Y. Franz, 2026

Den Abschluss der Lehrveranstaltung bildete am Semesterende ein Posterwalk im Geo-Zentrum im UZA II. Die Studierenden präsentierten ihre Forschungsergebnisse anhand selbst erstellter Poster. Zum Abschluss wurde ein Posteraward vergeben. Das Siegerplakat stellte Veränderungen im Energiekonsumverhalten von Studierenden in vergleichender Perspektive zwischen ihrem Leben im Elternhaus und dem eigenständigen Wohnen dar.

(Text: Michael Kloiber, 2026)