Kick-off: Urban Research to Practice

Am 15. Oktober kamen mehr als 30 Studierende aus 11 Masterstudiengängen der Universität Wien mit dem Team von UniVie innovation, dem Urban Sustainability Living Lab und der Stadt Wien zusammen, um den diesjährigen Urban Research to Practice: Science for Policy Hackathon zu eröffnen.

Die Auftaktveranstaltung bot eine Einführung in die Stadt Wien und ihre wichtigsten Strategien in den Bereichen Klimaanpassung und -schutz. Katharina Meißner-Schöller, Expertin und stellvertretende Leiterin der Direktion für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaftsstandort der Stadt Wien, gab Einblicke in die Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik in ihrer Arbeit. Unter anderem stellte sie drei zentrale Herausforderungen aus dem Forschungskatalog „Wiens Forschungsfragen – Wissen für eine klimafreundliche Stadt“ vor:

1. die Umwandlung von Parkplätzen in multifunktionale öffentliche Räume;

2. Stärkung der Klimakompetenz, um Verhaltensänderungen anzuregen; und

3. Integration der biologischen Vielfalt in bestehende Planungs- und Anpassungsrahmen für den Klimawandel.

© Joseph Krpelan
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Diese drei zentralen Herausforderungen bilden die Ausgangspunkte für die Studierenden, um mit der Stadt Wien in Kontakt zu treten. In den kommenden Monaten werden sie von Fachleuten lernen, rigorose Problemstellungen entwickeln und relevante politische Empfehlungen ausarbeiten.

Auf den Einführungsvortrag folgte ein moderiertes Gespräch, in dem Katharina Meißner-Schöller, Tobias Reckling (Leiter des Bereichs Technologietransfer, Wissensaustausch und nationale Förderungen an der Universität Wien), James Vandenberg und Julia Wesely die Schnittstellen zwischen lokaler Verwaltung und Universitäten aus verschiedenen Perspektiven beleuchteten. In der Diskussion wurden Erfolge und Herausforderungen früherer Kooperationen hervorgehoben und betont, wie wichtig die Institutionalisierung von Strukturen ist, die diese Kooperationen ermöglichen, um sinnvolle Ergebnisse zu erzielen. Darüber hinaus betonten die Redner*innen die Bedeutung von Einstellungen wie Offenheit und konstruktives Engagement in dieser Zusammenarbeit sowie die Notwendigkeit des Aufbaus transdisziplinärer Kompetenzen – die die Studierenden während des Kurses stärken werden. Schließlich betonten die Diskussionsteilnehmer*innen auch, dass der Weg von der Wissenschaft zur Politik nicht linear, schnell und direkt ist. Sie betonten, dass es für Studierende viele Möglichkeiten gibt, durch ihr Engagement im Rahmen des Kurses Urban Research to Practice zur Wirkung beizutragen – vom Kuratieren von Räumen für neue Gespräche und Kooperationen bis hin zur Synthese bewährter Praktiken aus anderen Städten und der Entwicklung mutiger neuer Ideen.

© Joseph Krpelan
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Nach einem Einstieg, um das Eis zu brechen, war die zweite Hälfte der Auftaktveranstaltung dem Netzwerken unter den Studierenden gewidmet, um sich über die gegenseitigen Motivationen, Fähigkeiten, Perspektiven und Ideen für den Umgang mit den drei identifizierten Herausforderungen auszutauschen.

© Joseph Krpelan
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In den folgenden Wochen werden die Studierenden in Gruppenarbeit ein tieferes Verständnis für die drei Herausforderungen und ihre politische Landschaft entwickeln.

Wir möchten uns bei allen für ihr Engagement und ihren Beitrag zum Erfolg dieser Auftaktveranstaltung bedanken. Dazu gehören die Studierenden, die Diskussionsteilnehmer*innen, Luise Scheiber, Clara Conrad-Billroth und Arushi Jain vom UniVie:Innovation Team, Maria Dos Santos vom Environment and Climate Hub und der Kurs-Tutor Leonard Derle.

Wir freuen uns darauf, die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Politik in den kommenden Monaten zu stärken.

Partner:

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Mehr:

Urban Research to Practice: Science for Policy Hackathon 2025/26

Das Urban Sustainability Living Lab (USLL) bietet in Zusammenarbeit mit dem UniVie Innovation Team und der Stadt Wien einen Kurs zum Thema Urban Research to Practice an, der Vorlesungseinheiten, einen 2-tägigen Hackathon und ein abschließendes Pitch-Event umfasst. Das Ziel dieses Urban Research to Practice-Formats ist es, Masterstudenten zu ermutigen, inter- und transdisziplinäre Fähigkeiten weiterzuentwickeln und…